Bildung und Schule – meine politische Haltung

Bildung ist für mich das zentrale Gerechtigkeitsprojekt unserer Stadt. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich ehrenamtlich und politisch mit dem Thema Schule und weiß, wie stark Bildungschancen noch immer von Herkunft und sozialem Umfeld abhängen. Genau das möchte ich verändern.

Ich setze mich dafür ein, dass Schulen Orte sind, an denen alle Kinder gesehen und gefördert werden. Inklusion ist für mich kein Nice-to-have, sondern ein Menschenrecht, das wir endlich konsequent umsetzen müssen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass gemeinsames Lernen soziale Kompetenzen stärkt und Ausgrenzung abbaut, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Auch deshalb unterstütze ich Gemeinschaftsschulen aus voller Überzeugung. Sie ermöglichen längeres gemeinsames Lernen und eröffnen Kindern unterschiedliche Bildungswege ohne frühe Sortierung. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigen erfolgreiche Beispiele auch in unserem Bezirk.

Mir ist besonders wichtig, dass geflüchtete Kinder schnell in den regulären Schulalltag eingegliedert werden. Lange Verweildauern in separaten Klassen erschweren Teilhabe und Bildungserfolg. Alle Kinder gehören in die Regelschule und brauchen dort qualifizierten Unterricht. Dafür sind multiprofessionelle Teams aus Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Sonderpädagogik unverzichtbar. Ich erlebe täglich, wie wichtig Schulsozialarbeit für ein gutes Lernklima ist.

Gleichzeitig müssen wir dem Lehrkräftemangel mit einer nachhaltigen Ausbildungsoffensive begegnen. Gute Bildung braucht auch gute Gebäude, gesunde Lernräume und barrierefreie Ausstattung.

Demokratiebildung, kulturelle Bildung und soziale Kompetenzen gehören für mich selbstverständlich dazu.

Mein Ziel ist ein Bildungssystem, das jedes Kind stärkt und keines zurücklässt.