Die Woche der Seelischen Gesundheit endet heute. Das ist ein wichtiger Anlass, die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen besonders in den Blick zu nehmen. Sie muss dauerhaft auf unserer politischen Agenda stehen, gerade auch in der Bildungspolitik.
Das aktuelle Deutsche Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung macht den Handlungsbedarf deutlich.




25 Prozent der Schüler*innen zeigen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten, 26 Prozent berichten von einer geringen Lebensqualität und 16 Prozent von einem geringen schulischen Wohlbefinden. Gleichzeitig wünschen sich 75 Prozent mehr Einfluss auf Unterrichtsthemen oder Prüfungsformate.
Aber Schule ist weit mehr als ein Lernort. Sie muss jungen Menschen Unterstützung und Orientierung bieten und ihnen ermöglichen, Selbstwirksamkeit und Mitbestimmung zu erfahren.
Dafür brauchen wir eine verlässliche Schulsozialarbeit, multiprofessionelle Teams und eine demokratische Schulkultur, in der die Anliegen der Schüler*innen ernst genommen werden. Demokratieprojekte wie der Schüler*innenHaushalt zeigen, wie Beteiligung im Schulalltag gelingen kann und junge Menschen erleben, dass ihre Stimme zählt.
Im November treffe ich mich mit Vertreter*innen der BARMER zu einem Fachgespräch über die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Ich freue mich darauf, die Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe genauer zu beleuchten und darüber zu sprechen, wie wir junge Menschen wirksamer stärken können.
Seelische Gesundheit darf nicht erst dann zum Thema werden, wenn Belastungen bereits zu groß geworden sind. Prävention, Unterstützung und echte Beteiligung müssen im Schulalltag fest verankert sein.
