Am Montag, 23. März 2026 wurde die Grün- und Erholungsanlage am Innsbrucker Platz feierlich in Erna-Proskauer-Platz umbenannt. Der Ort wird noch mit Rosen und Lavendel bepflanzt und so als öffentlicher Raum weiter aufgewertet.
Erna Proskauer (1903–2001) war Juristin aus Schöneberg. 1933 wurde sie aufgrund der nationalsozialistischen Gesetzgebung aus dem Staatsdienst ausgeschlossen und emigrierte, kehrte jedoch 1953 nach Berlin zurück. Auch danach blieb ihr der Weg in die Richterschaft verwehrt. Stattdessen arbeitete sie als Anwältin, engagierte sich für die Entschädigung von NS-Opfern und wurde später Notarin. Für ihr Wirken erhielt sie 1995 das Bundesverdienstkreuz.
Mit der Benennung des Platzes wird ihr Einsatz für Recht und Gerechtigkeit dauerhaft im öffentlichen Raum gewürdigt.

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